Stadttouren von Menschen mit Fluchterfahrung
Neue Blickwinkel entdecken.
Was bedeutet es, in einem fremden Land ganz neu zu beginnen – ohne Sprachkenntnisse, begleitet von Unsicherheiten, bürokratischen Hürden und dem Wunsch nach Zugehörigkeit? Wie sieht der Alltag von Menschen mit Fluchterfahrungen in Bonn aus, wo stoßen sie auf Hilfe und wo auf Hürden?
Die Stadtführungen sollen sichtbar machen, was in der öffentlichen Auseinandersetzung über Migration oft übersehen wird: Soziale, politische und emotionale Realitäten von Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten und in Bonn ein neues Leben beginnen möchten. Wir behandeln dabei Themen wie Fluchtursachen, Unterbringung sowie gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung.
mit Oleg
Diese Stadtführung erzählt die Geschichte von Oleg, der mit einem humanitären Visum aus Russland nach Bonn gekommen ist. Er berichtet von seiner Arbeit als Geschichtslehrer in einem totalitären Bildungssystem und davon, wie sich der Unterricht nach Beginn des Krieges 2022 durch wachsende Propaganda veränderte. Außerdem erzählt er von seinem ersten Jahr in Bonn, das von Bürokratie und Herausforderungen in der Integration geprägt war. Wir wollen uns unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen:
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- Welche Möglichkeiten haben Lehrkräfte in Russland, Kindern eine friedensorientierte Haltung zu vermitteln, wenn staatliche Propaganda allgegenwärtig ist?
- Wie ist der russische Angriffskrieg auch hier in Bonn zu finden?
- Wie lebt es sich in einer Gemeinschaftsunterkunft?
Wir sprechen über die Schwierigkeiten und Hoffnungen, die Menschen beim Ankommen in einem neuen Land erleben. Dabei schauen wir auch auf größere Themen wie Wohnungspolitik und darauf, wie politische Propaganda in Städten sichtbar wird und was man tun kann, um sie zu erkennen und ihr entgegenzuwirken.
Die Führung ist auf Deutsch oder Englisch möglich.
mit Diana & Viktoriia
Diana und Viktoriia mussten nach dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ihre Heimat verlassen. Auf dieser Stadtführung durch Bonn teilen sie ihre Geschichte: von der ersten Ankunft, dem Leben in Unterkünften, dem Umgang mit Behörden und von den alltäglichen Herausforderungen, sich in einer unbekannten Stadt zurechtzufinden. Dabei beschäftigen wir uns mit Fragen wie:
- Wie lernt man eine neue Sprache?
- Wie findet man unter schwierigen Bedingungen Anschluss und welche Strukturen helfen beim Ankommen wirklich?
- Wie fasst man Vertrauen und baut sich Schritt für Schritt ein soziales Netz auf, bis aus einem fremden Ort ein neues Zuhause wird?
Diana und Viktoriia berichten auch darüber, wie Menschen mit Fluchterfahrung selbst aktiv werden: sich engagieren, andere unterstützen und unser Zusammenleben neu gestalten.
Dabei geht es letztlich um die Frage, was es braucht, damit Bonn ein Ort des Ankommens und der Teilhabe für alle sein kann.
Stimmen von Teilnehmer*innen:





Das sagen unsere Teilnehmer*innen:




